Festakt "100 Jahre Ringen in Musberg"
Der Festakt am 29. April war ein würdiges Ereignis
Dass die Musberger nicht nur auf und an der Matte eine gute Figur abgeben zeigte sich beim offiziellen Festakt. Nach dem nett gestalteten Empfang im Foyer, auf neudeutsch „Warm-up“, ging es in spannender Erwartung in die geschmückte Festhalle. Der musikalische Auftakt war ein wahrhaftiger Paukenschlag, das musikalische Repertoire von der bigMband äußerst professionell und „bundesligareif“ dargeboten, wie Thomas Stäbler das Orchester zu Recht lobte. Über den großen Beifall des begeisterten Publikums waren die guten Musiker sichtlich stolz. Das war wirklich eine gute Wahl! Thomas Stäbler hatte seine Einführung bestens vorbereitet, die Ehrengäste aus Politik, Kultur und Sport sowie die Gastredner herzlich willkommen geheißen und gewürdigt. Die außerplanmäßige, warmherzige Dankeschönansprache von Michaela Stäbler im Namen der Abteilung mit der Überreichung eines netten Präsents für 16 Jahre hervorragende Arbeit als Kopf der Ringerfamilie hat ihn richtig gerührt – andere aber auch.
TSV-Vorsitzender Gerd Studer durfte den Anfang der Redner für die Grußworte machen und er fand für den Rückblick sowie die guten Wünsche für die Ringer besonders heitere Zustimmung für den Musberger Wunsch an den OB und die anwesenden Stadträte nach einer neuen Halle in Musberg. Das konterte OB Roland Klenk in seinem folgenden Auftritt sogar noch einen Schuss gewitzter und ziemlich raffiniert, aber sympathisch mit dem Hinweis, wobei er auf den Spruch auf den Großplakaten und auf der Jubiläumsschrift verwies, wo doch zu lesen sei: „Was so lange währt…war schon immer gut (- die Halle)“. Da hatte er die Lacher auf seiner Seite, an großem Lob und guten Wünschen sparte das längst zum „Ringer-Edelfan“ gewordene Stadtoberhaupt dabei nicht.
Manfred Werner, der Präsident des Deutschen Ringerbundes, hob die Vorbildfunktion der Musberger Ringer hervor, die durch hervorragende sportliche Leistungen aber besonders durch das bemerkenswerte Konzept für die Jugend- und Nachwuchsarbeit große Aufmerksamkeit in der breiten Öffentlichkeit fand. Das Motto „Vom Ringerkindergarten in die Bundesliga“ wird inzwischen bundesweit mit dem TSV Musberg in Verbindung gebracht. Der Deutsche Ringerbund wünscht sich viele TSV Musbergs, dann käme die Randsportart Ringen einen großen Schritt weiter. Als Würdigung für diesen großartigen gesellschaftlichen Beitrag überreichte der Ringerpräsident die Ehrenurkunde des DRB, die nun ihren würdigen Platz neben der neu restaurierten Vereinsfahne haben wird.
Herr Kurt Ostwald, der die Jubiläumsgrüße des Landessportbundes überbrachte und sich natürlich uneingeschränkt den Lobworten anschloss, erwähnte besonders den professionellen Auftritt des TSV Musberg in der Öffentlichkeit. Der ziehe sich wie ein Faden durch, von der Präsentation der Abteilungen im Internet über die hervorragend gestaltete Jubiläumsbroschüre bis hin zur Einladungskarte für diesen Abend.
Festredner des Abends war Eberhard Gienger, aktuell Bundestagsabgeordneter und als ehemaliger Reckweltmeister ein Idol, auch als Fallschirmsportler und dabei für exakte Punktlandung bekannt. Er schaffte es auch im Festakt auf den Punkt und die Aufmerksamkeit der Gäste und Zuhörer mit seinem erfrischend und frei präsentierten Vortrag auf Spannung zu halten. Den Einfluss der neuen Medien sprach Gienger an, die Folgen der Globalisierung, die Kinder als wichtige Persönlichkeiten für die Zukunft und wie das in Musberg sehr gut erkannt worden sei, die Bedeutung des Ehrenamtes auch als wirtschaftliche Komponente und die vielfältigen Integrationsmöglichkeiten. Es fehlten auch nicht kritische Anmerkungen zur Politik und zum notwendigen Abbau der Bürokratie. Klar, dass Eberhard Gienger besonders die Leistungen und den gesellschaftlichen Beitrag der Musberger hervorhob, außerdem sei ihm aufgefallen: auf jeder zweiten Seite habe er die Namen Böpple und Stäbler gelesen, das habe sicher nur Gutes zu bedeuten. Ein ganzes Bündel von guten Wünschen wolle er in Musberg zurücklassen und man könne stolz sein auf so viel Lob – Musberg habe sich es wahrlich verdient.
Thomas Stäbler fand abschließend die passenden Dankworte für alle, die gekommen waren und wünschte, dass man sich schon eine Woche später bei den „Stuttgart Open“, dem sportlichen Teil der Festlichkeiten, beim Hohe-Wart-Fest und auch bei den Heimkämpfen in der Hauberghalle als begeisterte Zuschauer wiedersehen werde. Zum Ausklang des Abends blieb man zum Plaudern, zum Umtrunk und auf einen Happen beieinander. Es war für alle ein richtig gut gelungenes Fest!
Fotos vom Festakt gibt es hier
Die Festschrift
100 Jahre Ringen in Musberg.
Was so lange währt.....
....war schon immer gut.
ist fertig und wird derzeit an alle Haushalte in Musberg und Oberaichen verteilt.

- Abteilungs-Standarte der Ringer-Abteilung von 1923
100 Jahre Ringer-Abteilung
Die Vorbereitungen zu den verschiedenen Veranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum der Ringer-Abteilung laufen nun schon einige Zeit. Neben einem Festakt Ende April wird natürlich auch ein sportlicher Höhepunkt ausserhalb der Saison geboten - Anfang Mai richtet die Ringer-Abteiung das Turnier "Stuttgart Open" aus. Zudem befindet sich die Erstellung einer umfangreichen Festschrift in den letzten Zügen.
Zum 100-jährigen Bestehen der Ringer-Abteilung wird auch die Abteilungs-Standarte von 1923 restauriert - eine nicht ganz günstige Angelegenheit für eine bald 90-jährige Fahne. Wer uns hierbei finanziell noch unterstützen möchte meldet sich am besten bei Conny Braun (Tel. 0711 7541531) oder Michaela Stäbler (Tel. 0711 6992434)
Über die Veranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum informieren wir Sie zeitnah in den Rubriken "100 Jahre Ringer-Abteilung" und "Stuttgart Open 2011"


